Weshalb macht eine digitale Vermögensverwaltung Sinn?

Weshalb macht eine digitale Vermögensverwaltung Sinn?
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Weshalb macht eine digitale Vermögensverwaltung Sinn?

Die Niedrigzinsphase zwingt zum Umdenken

Schon seit Jahren haben Sparer allen Grund zur Verzweiflung. Selbst wenn einige Banken noch etwas höhere Zinsen bieten können, so reicht aber auch dies nicht aus, um den Vermögensaufbau zu bewerkstelligen. Die Europäische Zentralbank (EZB) schraubt seit Jahren den Zins nach unten. Und von den Mini-Erträgen bleibt in der Regel nichts übrig. Denn die Inflation zehrt diese meist vollständig auf, so dass am Ende ein Kaufkraftverlust die Folge ist. Besser haben es da noch Festgeld-Sparer erwischt, die sich bereits vor langer Zeit für diese Geldanlage entschieden haben als die Zinsen noch etwas höher waren. Doch auch hier lautet die Frage: Was nun? Denn es ist sehr fraglich, ob die europäischen Währungshüter in absehbarer Zukunft wieder ansatzweise Zinsen aufrufen, mit denen Sparer hierzulande merklich oberhalb der Teuerungsrate landen. Denn nur bei einer solchen Geldanlage ist realer Vermögenszuwachs möglich. Auf Sicht fahren und das Ersparte am Tagesgeldkonto schlummern zu lassen, mag bequem und flexibel erscheinen, eine Lösung des Renditeproblems ist das aber nicht. Sparer sollten umdenken, andernfalls droht der sichere reale Vermögensschwund.

Deswegen breit gestreut in Aktien anlegen

Eine Anlageklasse, die von den niedrigen Zinsen sogar profitiert, sind Aktien. Generell ist dieser Bereich laut Studien jener mit der langfristig höchsten Renditeerwartung. Kritiker werden nun einwenden: Das Risiko ist viel zu hoch. Der Kritikpunkt ist kurzfristig betrachtet und bei Investitionen in einzelne Unternehmen nicht von der Hand zu weisen. Aktien können auch mal ein, zwei oder drei Jahre an Wert einbüßen. Zwei Aspekte senken das Risiko jedoch erheblich und lassen Anleger auf solide Erträge hoffen.

Punkt eins: Anleger sollten unbedingt langfristig denken. Das verdeutlicht ein Blick auf das Renditedreieck des Deutschen Aktieninstituts. Es zeigt sich: Wer in den vergangen 50 Jahren in den Dax, dem deutschen Standardindex für große Aktiengesellschaften, investiert hat, hat nach einem ausreichend großen Zeitraum immer einen Gewinn erwirtschaftet. Das gilt auch bei einem denkbar ungünstigen Einstiegszeitpunkt. Dazu braucht es in aller Regel einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren. Diesen Anlagehorizont sollten Anleger mitbringen, zumindest bei einer hohen Aktienquote.

Punkt zwei zur Risikosenkung: Streuung sorgt für mehr Stabilität. Bleiben wir hier bei dem bereits angesprochenen Dax. Der Abgasskandal von VW hat gezeigt, wie massiv der Aktienkurs, selbst eines Weltkonzerns, binnen weniger Wochen schmelzen kann. Jedes einzelne Unternehmen ist branchenspezifischen Risiken ausgesetzt, aber auch solchen Risiken, die von der Politik des Heimatlandes ausgehen. Auch das glückliche Händchen der Unternehmensführung kann über Wohl und Wehe entscheiden. Wer in sehr viele Unternehmen investiert, kann diese Risiken senken. Gerät Unternehmen A in Schieflage, können das die Unternehmen B bis Z ausgleichen. Wer also statt auf ein oder zwei Unternehmen in den Dax investiert, senkt das Risiko bereits deutlich. Doch auch der Dax ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Denn 30 Unternehmen, die allesamt ihre Geschäfte von Deutschland aus betreiben, sind längst nicht genug. Selbst wenn einem deutschen Anleger der hiesige Aktienmarkt am naheliegendsten erscheint, so zeigen Untersuchungen, dass für ein optimales Chance-Risiko-Verhältnis eine möglichst globale Streuung unverzichtbar ist. Dazu zählen Industrieländer und je nach Risikoneigung in gewissem Umfang auch Schwellenländer.

Wie bilden Anleger ein derart breit gestreutes Portfolio?

Möglich machen das sogenannte ETFs, also Exchange Traded Funds. Darüber lassen sich Märkte kostengünstig abbilden. Bereits wenige ETFs genügen, um den weltweiten Aktienmarkt abzubilden. Zweckmäßig erscheint hier etwa einen ETF auf Industrieländer zu wählen und einen auf Schwellenländer. Daneben kann ein Anleihen-ETF sinnvoll sein, um gut durch turbulente Börsenphasen zu kommen. Unternehmens- und Staatsanleihen gelten als weniger renditeversprechend, dafür jedoch auch als weniger riskant. Insgesamt erreicht ein Anleger damit schnell mehrere tausend Einzeltitel. Die Frage ist nun aber: In welchem Verhältnis sollen diese Komponenten zueinanderstehen und wie müssen diese immer wieder nachjustiert werden?

 

Wie bilden Anleger ein derart breit gestreutes Portfolio?


Das macht eine digitale Vermögenverwaltung

Dank Vermögensverwaltern müssen sich Verbraucher nicht einmal um die Zusammenstellung und die Anpassung ihres Portfolios kümmern. Früher stand diese Möglichkeit nur wohlhabenden Kunden offen. Dank Digitalisierung besteht nun jedoch schon mit kleinen Beträgen die Möglichkeit, das eigene Geld professionell verwalten zu lassen. Bei VTB Invest reichen 500 Euro für die Einmalanlage aus. 50 Euro im Monat genügen für einen Sparplan. Kunden erhalten anhand ihrer Bedürfnisse ein fertiges Portfolio, das aus ETFs auf den Aktien- und Anleihenmakt besteht. Die Gewichtungen ermitteln sich aus der Online-Befragung des angehenden Kunden. Außerdem führen solche digitalen Vermögensverwaltungen – auch Robo-Advisors genannt – regelmäßig Anpassungen durch, um das ursprüngliche Chance-Risiko-Verhältnis wiederherzustellen. Denn sind etwa Schwellenländeraktien stark gestiegen, hätten Anleger ohne Anpassung an die Ausgangsaufteilung eine wesentlich riskantere Portfoliostruktur als eingangs gewünscht.

Robo-Advisors bieten also aus mehrerlei Hinsicht echten Mehrwert für Verbraucher. Sie bieten für jeden Anleger das passende Risikoprofil, kümmern sich um die Produktauswahl und pflegen das Portfolio. Anleger erhalten eine breit gestreute Geldanlage über die globalen Märkte verteilt. Dabei kommen bei den meisten Anbietern günstige ETFs zum Einsatz. VTB Invest verlangt beispielsweise für seine Dienstleistung für Einlagen bis 9.999 Euro ein Prozent Gebühren. Ab 10.000 Euro werden 0,8 Prozent fällig. Die Fondskosten schlagen in beiden Fällen mit weiteren 0,2 Prozent zu Buche. Diese Kosten hätten aber auch Anleger zu tragen, die sich für den Selbstbau entscheiden. Bei einem klassischen aktiven Fonds, den Sie mit großer Wahrscheinlichkeit beim Beratungsgespräch von Ihrer Hausbank empfohlen bekommen, zahlen Sie in den meisten Fällen wesentlich höhere Gebühren. Nicht selten wird dafür ein Ausgabeaufschlag von fünf Prozent fällig und eine jährliche Gebührenbelastung von mehr als zwei Prozent. Noch dazu fungieren aktive Fonds oft nicht auf einer wissenschaftlichen Grundlage als vielmehr auf dem Bauchgefühl des Fondsmanagers. Ratsam ist es daher, sich als Verbraucher nach einem preiswerten digitalen Vermögensverwalter umzusehen, der mittels ETFs die weltweiten Märkte gut abbildet. Das sollte stets in Anbetracht der persönlichen Risikobereitschaft geschehen.

Die Anlage in Wertpapiere ist mit Risiken verbunden. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Garant für zukünftige Wertentwicklungen. Für nähere Informationen lesen Sie bitte unsere Risikohinweise.