Sechs Gründe für ETFs bei der Altersvorsorge

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Sechs Gründe für ETFs bei der Altersvorsorge

„Die Rente ist sicher“. Vielleicht kennen Sie diesen Ausspruch aus dem Jahr 1986 noch. Er stammt vom früheren Bundesarbeitsminister Norbert Blüm (CDU). Eine gestiegene Lebenserwartung sowie geringere Geburtenraten zwangen die damalige Bundesregierung, auf die demographische Schieflage in Deutschland zu reagieren: In einem ersten Schritt wurde das Rentenniveau abgesenkt. Zahlreiche weitere Reformen und Rentenanpassungen anderer Regierungen folgten, das Rentenniveau sinkt seitdem kontinuierlich. Vor der ersten Senkung im Jahr 1985 lag das Netto-Rentenniveau vor Steuern noch bei 57,4 Prozent, aktuell beträgt es 49,8 Prozent. 

Rente in Deutschland 2019


 


Quelle: www.deutschlandinzahlen.de

Wie Sie sehen, fallen die gesetzlichen Renten nicht allzu üppig aus. Damit ist klar: Private Altersvorsorge kann nur sinnvoll sein. Besonders geeignet sind dafür ETFs. Nachfolgend erfahren Sie sechs Gründe, weshalb gerade ETFs bei der Altersvorsorge dazugehören.


1)    Breite Streuung senkt das Risiko


Mit ETFs investieren Anleger unmittelbar in Hunderte oder gar Tausende Aktien oder Anleihen. Privatanleger können so ohne große Mühen in ganze Märkte investieren. Beispielsweise deckt ein ETF auf den Dow Jones Industrial Average etwa 70 Prozent der US-amerikanischen und etwa 35 Prozent der weltweiten Marktkapitalisierung im Aktienbereich ab. Eine solch breite Vermögensverteilung mindert das Risiko enorm, da eine Konzentration auf zu wenige einzelne Aktien (Einzeltitel) – auch bekannt als Klumpenrisiko – so gut wie ausgeschlossen werden kann. Für Investoren wird es dadurch denkbar einfach, ein breit gestreutes Portfolio zu erstellen und das Risiko auf ein Minimum zu reduzieren.


2)    Gute Rendite


Auf welche Renditen dürfen ETF-Anleger eigentlich hoffen? Das hängt natürlich von der Auswahl der ETFs ab. Da jedoch weltweite Streuung dringend geboten ist, können Anleger bei einem reinen Aktien-Portfolio langfristig etwa sechs Prozent im Jahr erwarten. Das zeigen jahrzehntelange Betrachtungen. Je höher der Anleihenanteil ist, desto geringer ist jedoch die Renditeerwartung. Dafür sorgen Anleihen für Stabilität sowie Sicherheit und lassen so Anleger ruhig schlafen. Wer sein Geld etwa über den Robo-Advisor VTB Invest verwalten lässt, erhält ein maßgeschneidertes Weltportfolio bestehend aus Aktien und Anleihen – und zwar im individuell passenden Mix. 


3)    Niedrige Kosten
 

Genauso nachvollziehbar wie die einzelnen Bestandteile eines Index, den ein ETF abbildet, ist auch die Kostenstruktur von ETFs für Anleger einfach zu verstehen. Neben den handelsüblichen Kosten und Ordergebühren, die bei Geschäften an der Börse anfallen, sind die Verwaltungsgebühren von ETFs – besonders wegen ihrer passiven Struktur – eher gering. Klassische aktiv gemanagte Fonds, die viele Filialbanken verkaufen, sind weitaus teurer.


4)    Hohe Transparenz und Sicherheit


ETFs zeichnen sich besonders durch ihre hohe Transparenz aus. Und das gilt nicht nur bei den anfallenden Kosten. Nachdem immer ein Index wie der Dax oder der MSCI World nachgebildet wird, sind auch Struktur und Aufbau des Portfolios jederzeit abrufbar. Anleger wissen also zu jeder Zeit ganz genau, in was sie gerade investieren und was es sie kostet – keine Selbstverständlichkeit bei komplexen Finanzprodukten.

ETFs sind außerdem rechtlich sicher. Denn ETFs (aber auch Investmentfonds) sind Sondervermögen. Das ist ein klarer juristischer Begriff, der dem ETF-Anbieter vorschreibt, das gesammelte Kapital der Anleger vom Betriebsvermögen klar zu trennen. Sollte ein ETF-Anbieter also tatsächlich Insolvenz anmelden müssen, so ist das Vermögen der Anleger nicht Teil der Konkursmasse. Das gesammelte Kapital der Anleger ist also – per Gesetz – vor dem Zugriff eventueller Gläubiger der Fondsgesellschaft geschützt.


5)    Hohe Flexibilität
 

Anleger erwerben ETFs so einfach wie eine Aktie bei einer Bank oder einem Online-Broker. Alle ETFs sind dann an der Börse handelbar und können leicht miteinander verglichen werden. Denn oft setzen mehrere ETFs auf den gleichen Index und so profitieren Investoren vom hohen Wettbewerb, indem sie alle Risiken, Renditeziele und natürlich Kosten exakt gegeneinander abwägen können.

Manche Finanzprodukte, insbesondere einige geschlossene Fonds, dürfen nur monatlich, quartalsweise oder jährlich gehandelt werden. Die ständige Handelbarkeit von ETFs an der Börse – während der Öffnungszeiten! – bedeutet auch, dass es solche Haltefristen nicht gibt.


6)    Einmalanlage oder Sparplan – alles ist möglich


Da viele ETF-Anbieter Portfolios abbilden, die auf den gleichen Index zielen (z.B. MSCI World, Dax, S&P 500) profitieren Anleger nicht nur von der einfachen Vergleichbarkeit der Produkte hinsichtlich Rendite, Kosten und Risiko, sondern auch vom starken Wettbewerb, der zwischen den Anbietern herrscht. So werden ETFs gerne als Mittel eingesetzt, um in ganze Märkte zu investieren oder aber als Bausteine für die private Altersvorsorge für Kleinsparer in Form von sogenannten ETF-Sparplänen. Selbstverständlich sind Einmalanlagen genauso möglich.


Mit VTB Invest haben Sie alle Vorteile von ETFs und müssen sich um nichts kümmern


Es sprechen etliche Aspekte für den Einsatz von ETFs bei der Altersvorsorge. Wer diese Aufgaben selbst übernehmen möchte, muss sich um die Produktauswahl kümmern und sollte regelmäßig Rebalancing betreiben. Damit ist die Anpassung der Portfoliobestandteile an die ursprünglichen Gewichtungen gemeint. Doch lassen Sie sich davon nicht abschrecken. Digitale Vermögensverwalter wie VTB Invest können diese Aufgabe kostengünstig für Sie übernehmen und Sie müssen sich im nichts mehr kümmern.

 

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