Rebalancing: Das Depot ins Gleichgewicht bringen

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Rebalancing: Das Depot ins Gleichgewicht bringen

Ein ausgewogenes Portfolio ist die Basis für den erfolgreichen Vermögensaufbau. Hierzu bedarf es einer regelmäßigen Anpassung, dem sogenannten Rebalancing. Was sich dahinter verbirgt.
 

Wer heutzutage überhaupt noch eine nennenswerte Rendite erzielen möchte, sollte eine geeignete Mischung aus Aktien und Anleihen finden. Dabei ist es unumgänglich, die Depotstruktur regelmäßig anzupassen, wobei wir beim für den nachhaltigen Anlageerfolg wesentlichen Thema „Rebalancing“ wären.

 

Deshalb ist Rebalancing nötig
 

Ganz allgemein versteht man unter dem Begriff die Rückführung bzw. das Ausbalancieren eines Portfolios auf seinen Ursprungszustand. Jede langfristige Geldanlage erfordert in der Regel eine ganz bestimmte, am Chance-Risiko-Profil des jeweiligen Anlegers orientierte Vermögensaufteilung (strategische Asset-Allocation). Da sich diese Grundausrichtung mit den normalen Börsenschwankungen ständig verändert, sollten auch die einzelnen Anlageklassen in regelmäßigen Abständen wieder an ihre Anfangsgewichtung angeglichen werden. 

Ein weiterer Vorteil: Die Anpassung geschieht völlig emotionslos und konsequent. Um mögliche Risiken zu reduzieren, werden dazu in boomenden Sektoren automatisch Gewinne mitgenommen und antizyklisch auf zurückgebliebene Bereiche verteilt. Das gleiche Vorgehen empfiehlt sich übrigens auch innerhalb jeder einzelnen Anlageklasse, um dort Ungleichgewichte zu verhindern.

 

Verschiedene Umsetzungen führen zum Ziel
 

Wie Rebalancing im Einzelnen funktioniert, lässt sich am einfachsten anhand eines konkreten Beispiels erläutern. Betrachten wir dazu ein Portfolio mit einem Startwert von 10.000 Euro, das zu jeweils 50 Prozent aus Aktien- und Renten-ETFs besteht. Nach einem Jahr hat die Aktien-Komponente insgesamt um 20 Prozent (+1.000 Euro auf 6.000 Euro) zugelegt, die Anleiheseite hat sich wertmäßig dagegen nicht verändert. Das bedeutet: Das Verhältnis zwischen Aktien und Renten beträgt nun rund 55 Prozent (6.000 Euro) zu 45 Prozent (5.000 Euro), wobei der Wert des Gesamtportfolios gleichzeitig um zehn Prozent auf 11.000 Euro gestiegen ist. 

Um das Depot wieder ins Gleichgewicht zu bringen, müsste der Anteil an Aktien-ETFs nun um 500 Euro reduziert und die Renten-Komponente um den gleichen Betrag erhöht werden. Alternativ könnte die Aktiengewichtung aber auch weiter beibehalten und der Rentenanteil dafür ebenfalls um 1.000 Euro angehoben werden. In einem solchen Fall, in dem die Anpassung über eine Einzahlung von „frischem“ Kapital erfolgt, spricht man auch vom sogenannten „Cashflow-Rebalancing“. 

Der Clou: Da hier nur Käufe getätigt werden, entfallen mögliche Steuern auf Veräußerungsgewinne. Darüber hinaus könnte die Rückgewichtung auch über Sparpläne laufen, bei denen die regelmäßigen Raten solange angepasst werden, bis das ursprüngliche Gleichgewicht wiederhergestellt ist. 

 

So oft wie nötig – so wenig wie möglich
 

Allerdings fallen in der Regel bei jeder Form von Rebalancing entsprechende Handels- bzw. Transaktionskosten an. Anleger sollten deshalb genau prüfen, wann sich eine Rückgewichtung überhaupt lohnt. Je nach Herangehensweise kann die Anpassung entweder zeitgesteuert innerhalb eines vorgegebenen Intervalls oder wertabhängig aufgrund der Abweichung von einer festen Zielallokation erfolgen. 

Hier empfiehlt sich stets die Festlegung bestimmter Toleranzgrenzen, innerhalb derer nicht angepasst wird. Denn bei zu geringen Abweichungen macht ein Rebalancing wenig Sinn. Das Gleiche gilt für ein allzu häufiges Umschichten des Portfolios im Zeitablauf. Ein- bis zweimal pro Jahr wird dabei als durchaus angemessen betrachtet.

 

VTB Invest übernimmt das Rebalancing für Sie
 

 Selbstentscheider sollten also von Zeit zu Zeit ihr Depot anpassen. Das erfordert Zeitaufwand und Disziplin. Und auch Kosten fallen für die Transaktion an. Doch keine Angst, Anleger müssen sich um nichts kümmern, wenn sie sich einem digitalen Vermögensverwalter wie VTB Invest anschließen. Diese übernehmen die ETF-Auswahl und die Pflege des Portfolios, also das Rebalancing. Bei VTB Invest fallen keine zusätzlichen Kosten für die nötigen Transaktionen an. Diese sind in der Servicepauschale enthalten.

 

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