Negative Zinsen nagen zunehmend am Ersparten

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Negative Zinsen nagen zunehmend am Ersparten

Größere Summen auf dem Tagesgeldkonto werden für Anleger zunehmend teurer. Die Zahl der Banken, die von Kunden Negativzinsen verlangen, steigt stetig. Wie das Onlineverbraucherportal Biallo berichtet, finden sich in dessen Statistik bis Ende August nun 260 Banken mit Negativzinsen, davon 165 im Privatkundenbereich. Seit Jahresanfang seien etwa 100 dazugekommen. Im Juli 2019 seien es 30 gewesen. Biallo deckt mit seiner Datenbank einen relativ großen Teil des deutschen Bankensektors ab, zu dem mehr als 1700 Banken gehören.

 
Der Trend der Zinsentwicklung kennt seit Jahren nur eine Richtung – nach unten. So reagierte die VTB Direktbank erst kürzlich ebenfalls auf diese Marktentwicklung. Dennoch werden jedem Anleger 0,1% Zinsen p.a. auf das Tagesgeldkonto gezahlt und ohne dass eine Unterscheidung zwischen Neu- und Bestandskunden stattfindet. Zudem ist die Kontoführung kostenlos. Das Tagesgeldkonto eignet sich damit bestens, um überschüssiges Geld zu parken und für geplante Ausgaben bereitzuhalten. Das Konto ist für viele Sparer und Anleger eine gute Alternative, um unnötige Kosten zu vermeiden. Ein Vergleich der Konditionen lohnt daher immer.


Grund für den anhaltenden Trend sind die Strafzinsen, die Europas Währungshüter für Bankeinlagen vor einem Jahr von -0,4% auf -0,5% verschärft haben. Viele Institute sehen sich gezwungen, diese Kosten an ihre Kunden weiterzugeben.