Geldanlage Tipps: Welches Risiko in welcher Lebenssituation?

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Geldanlage Tipps: Welches Risiko in welcher Lebenssituation?

Wer sein Geld heutzutage mit Aussicht auf eine attraktive Rendite anlegen möchte, muss bereit sein, ein gewisses Maß an Risiko zu akzeptieren. In der Regel gilt: Je höher die zu erwartende Rendite, umso höher das damit verbundene Risiko. Doch wie viel Risiko kann und sollte man bei der Geldanlage in Kauf nehmen? Die Antwort darauf ist nicht nur eine Frage der persönlichen Risikobereitschaft, sondern auch der eigenen Lebenssituation.

 

So hängen Risiko und Rendite bei der Geldanlage zusammen

Blickt man auf die Geschichte der Kapitalmärkte zurück, so lässt sich ohne Zweifel festhalten: Auf lange Sicht betrachtet ließen sich trotz temporärer Abschwünge und Krisen über Jahrzehnte attraktive Renditen erzielen. Vor allem global diversifizierte, also über verschiedene Länder und Branchen gestreute Aktienportfolios konnten sich von sämtlichen Krisen erholen und den geduldigen Anleger mit satten Renditen belohnen. Im Vergleich zu Anleihenportfolios zeigt sich jedoch deutlich: Aktien sind auch von negativen Schwankungen stärker betroffen als Anleihen. Wer das Risiko bei der Geldanlage reduzieren möchte, sollte entsprechend verschiedene Anlageformen kombinieren.  Den einen richtigen Geldanlagemix gibt es nicht. In welchem Mischverhältnis Aktien und Anleihen stehen sollten, hängt in erster Linie vom Alter und den damit verbundenen Lebensereignissen ab.

Den Unterschied zwischen Portfolios mit niedrigem sowie solchen mit hohem Aktienanteil verbildlicht ein Blick auf die historische Entwicklung der Indizes, die den Portfolios der digitalen Vermögensverwaltung VTB Invest zugrunde liegen.

 

Historische Entwicklung der zugrundeliegenden Indizes der VTB Invest Portfolios in aktueller Zusammensetzung (1990-2019)

Entwicklung der VTB Invest Portfolios

VTB Invest ist erst seit Anfang 2019 am Markt. Die zugrundeliegenden Indizes existieren jedoch schon deutlich länger. So lässt sich rekonstruieren, wie sich eine Anlage von 100 Euro Anfang 1990 in den verschiedenen Portfolios entwickelt hätte.

Zugrunde liegende Indizes: Deutscher Rendenindex (REXP) und MSCI All Country World Index (EUR).
Quelle: Bloomberg, eigene Darstellung.
 

 

Der Vergleich zeigt: Portfolios mit hohem Aktienanteil (Portfolio 10: 100% Aktien) unterliegen starken Schwankungen, weisen jedoch langfristig höhere Renditen aus als Portfolios, die auch Anleihen (Portfolio 6: 55% Aktien, 45% Anleihen und Portfolio 3: 30% Aktien und 70% Anleihen)

 

Bei der Geldanlage gilt: Möglichst jung loslegen

Wer nicht gerade ein hohes Erbe zu erwarten hat, sollte schon als Berufsanfänger beginnen, den Vermögensaufbau voranzutreiben. Wichtig dabei: Sie müssen kein Besserverdiener sein, um später ein ansehnliches Vermögen zu haben. Mit guter Planung können Sparer auch bei einem schmalen Budget Geld für die Rente zur Seite legen. Rentenprognosen zeigen den Handlungsbedarf eindrucksvoll auf. „Nach derzeitigem Stand wird das Rentenniveau der gesetzlichen Rentenversicherung im Jahr 2030 bei 44 Prozent liegen. Dies bedeutet, dass mehr als die Hälfte des vorherigen Einkommens im Alter fehlt“, sagt Dragica Mischler, Vorständin bei der Sparkassen-Versicherung Sachsen. Die meisten Menschen benötigen im Alter zwar etwas weniger Geld als vorher. Allerdings muss aber auch das fürs Alter angesparte Vermögen für einen längeren Zeitraum ausreichen, als viele Menschen annehmen. Rentenexperten und Versicherer bezeichnen das als Langlebigkeitsrisiko. „Statistisch gesehen ist dieses Risiko bei Frauen höher“, erklärt Mischler. „Und es nimmt in Anbetracht der immer länger werdenden Lebenserwartung weiterhin zu.“ Egal welchen Geschlechts ein Anleger ist, der Zinseszinseffekt ist bei ausreichend langer Ansparphase immer ein hilfreicher Begleiter. Vor allem deshalb lohnt es sich, mit der Geldanlage früh zu starten. 

 

So beginnen junge Menschen mit der Geldanlage

Berufseinsteiger sind finanziell meist noch nicht auf Rosen gebettet. Hier bietet es sich an, regelmäßig nach den Erkenntnissen der Finanzwissenschaft anzulegen. Das heißt vereinfacht gesagt: Möglichst breit gestreut investieren. Besonders einfach und kostengünstig gelingt dies mit Aktien- und Anleihen-ETFs. In jungen Jahren kann der Aktienanteil relativ hoch sein. Zum einen können sich die Kurse nach einigen Jahren wieder spürbar erholen, zum anderen steht jungen Menschen in der Regel noch ein langes Erwerbsleben mit entsprechenden Einnahmen bevor. Außerdem ist das investierte Kapital meist noch vergleichsweise gering. Eine beliebte Faustregel für den prozentualen Aktienanteil lautet: 100 minus Alter. Ein 20-Jähriger verträgt demnach eine Aktienquote von 80 Prozent, ein 30-Jähriger kann nach dieser Regel mit 70 Prozent Aktien gut leben. Zu Herzen nehmen sollte man sich diese Regel jedoch nur dann, wenn man langfristig anlegt und nicht z.B. aufgrund eines Immobilienkaufs kurzfristig auf die Anlagesumme angewiesen ist. 

Faustformel

 

Global diversifizierte Portfolios in unterschiedlichen Zusammensetzungen bietet etwa die VTB Direktbank mit der digitalen Vermögensverwaltung VTB Invest an. Ein weiterer Vorteil: Dort können Sie Ihre passende Aktien-Anleihen-Aufteilung genau ausloten lassen und erhalten so ein passgenaues Depot. Denn natürlich ist die genannte Faustformel nur eine Näherung. Jeder Anleger hat eine eigene Risikoneigung und Lebensumstände, die es zu betrachten gilt.

 

Die Weltmärkte besparen

Besonders einfach lässt sich über ETF-Sparpläne breit gestreut investieren. Diese lassen sich bereits mit überschaubaren Beträge im Monat anlegen. Anfängern bieten sich etwa ETFs auf den globalen Industrieländeraktienmarkt an. Diese sind etwa an dem Zusatz „MSCI World“ oder „FTSE Developed World“ zu erkennen. Genauso gilt es beim Anleihenbereich, möglichst breit über alle Anleiheklassen oder Regionen zu investieren. Nach dieser Devise handelt auch VTB Invest. Denn dort lassen sich monatliche Beträge automatisiert in ein Weltportfolio bestehend aus Aktien und Anleihen einzahlen. Ist der Sparplan eingerichtet, müssen sich Kunden um nichts mehr kümmern. Auch die Depotpflege in Form des sogenannten Rebalancings, also der regelmäßigen Anpassung an das ursprünglich gewählte Chance-Risiko-Profil, übernehmen digitale Vermögensverwalter wie VTB Invest für ihre Kundschaft. 

 

Geldanlage im Alter: Fuß vom Gas nehmen

Anleger im mittleren Alter verfügen meist schon über höhere Sparsummen. Allerdings ist das Ende des Erwerbslebens schon in Sicht. Das heißt ganz konkret: Verluste, die es an der Börse immer wieder gibt, lassen sich mit fortschreitendem Alter immer schwerer kompensieren. Für Anleger mittleren Alters ist allmähliches Umdenken angesagt. Hier kommen Anleihen ins Spiel. Diese können aus zwei Gründen das Gesamtrisiko senken. Zum einen sind sie in aller Regel grundsätzlich geringeren Schwankungen als Aktien ausgesetzt. Zum anderen korrelieren sie nicht 1:1 mit dem Aktienmarkt. Das heißt, sie machen Bewegungen am Aktienmarkt nicht in gleichem Maße mit, was ausgleichend wirkt.

Wir erinnern uns an die Faustformel: Demnach sollte ein 50-Jähriger seinen Aktienanteil bei etwa 50 Prozent ansetzen. Das gilt jedoch nur als ungefähre Orientierung. Je nach Risikomentalität können Sie die Gewichte selbstverständlich nach eigenem Ermessen gestalten. In diesem Zusammenhang sollten Anleger die gesamten Vermögensverhältnisse im Blick haben.

Tipp: Nicht jeder hat die Zeit oder Expertise, um sich ein passendes Portfolio basierend auf der eigenen Risikobereitschaft zusammenzustellen und dieses durch regelmäßiges Rebalancing zu verwalten. Digitale Vermögensverwaltungen (auch: Robo-Advisor) wie VTB Invest können Sie dabei kostengünstig unterstützen.

 

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Hinweis: Die Geldanlage an den Kapitalmärkten ist mit Risiken verbunden. Der Wert Ihrer Anlage kann steigen oder Sinken. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein Garant für künftige Wertentwicklungen. Bitte beachten Sie unsere Risikohinweise.