Finanzprodukte für unterschiedliche Anlagehorizonte

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Finanzprodukte für unterschiedliche Anlagehorizonte

Für viele Anleger ist die Frage nach der richtigen Geldanlage nicht einfach zu beantworten. Das Spektrum an Anlagemöglichkeiten ist groß und macht die Entscheidung nicht leicht. Die Wahl einer geeigneten Geldanlage hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von der individuellen Lebenssituation, persönlichen Bedürfnissen und der individuellen Risikobereitschaft. Daher sollten sich Anleger über Ihre Beweggründe und Erwartungen an die Geldanlage Gedanken machen.

Ein essentieller Aspekt bei der Findung der geeigneten Geldanlage ist die Betrachtung des Anlagehorizonts. Der Anlagehorizont ist die geplante Laufzeit über die das Geld angelegt wird. Innerhalb der Anlagehorizonte unterscheidet man zwischen kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Anlagen. 

Finanzprodukte für einen kurzfristigen Anlagehorizont

Kurzfristige Anlagen zeichnen sich durch eine Laufzeit von unter 2 Jahren aus. Der angelegte Betrag sollte kurzfristig oder sogar täglich verfügbar sein. Wer keine Verluste erleiden möchte, sollte bei einem kurzen Anlagehorizont auf Finanzprodukte mit einer hohen Sicherheit setzen, z.B. auf Tagesgeld oder Festgeld mit kurzen Laufzeiten. Diese sind bis zu einem gewissen Betrag durch die Einlagensicherung der jeweils zuständigen gesetzlichen Entschädigungseinrichtung geschützt und bieten einen relativ konstanten oder sogar garantierten Zins an. Angesichts der hohen Liquidität der Anlage, sowie der andauernden Niedrigzinsphase, fällt die Rendite für kurzfristige und sichere Anlageprodukte entsprechend gering aus.
 
Ein Produkt der VTB Direktbank, das sich für die kurzfristige Geldanlage eignet, ist das VTB Tagesgeld. Mehr Informationen zum Tagesgeld finden sie hier.

Finanzprodukte für einen mittelfristigen Anlagehorizont:

Mittelfristige Anlagen zeichnen sich durch einen Anlagehorizont von bis zu 10 Jahren aus. Ein besonders sicheres Produkt für die mittelfristige Anlage ist z.B. ein Festgeldkonto. Hierbei wird das Geld über einen längeren Zeitraum zu einem fixen Zins angelegt. Die Zinszahlung erfolgt jährlich oder monatlich.  Der Anleger kann während der gesamten Laufzeit nicht über das Geld verfügen. Deshalb sollte man sich bezüglich des eigenen Anlagehorizonts sehr sicher sein. Bei Festgeld gilt in der Regel: Je länger die Laufzeit, desto höher der garantierte Zins.
 
Die VTB Direktbank bietet das Festgeld derzeit zu einem Zinssatz von bis zu 0,8 Prozent an. Mehr Informationen zu den Konditionen finden Sie hier. Höhere Renditen von 1,0 Prozent lassen sich zudem mit dem VTB Anlage-Mix erzielen.

Wer bereit ist, etwas Risiko für die Aussicht auf eine höhere Rendite einzugehen, kann sich auch bei einem mittelfristigen Anlagehorizont für die Anlage in Kapitalmarktprodukte entscheiden. Dabei sollte die eigene Risikobereitschaft bei der Auswahl des Produkts berücksichtigt werden. Mehr dazu erfahren Sie im folgenden Abschnitt.

Finanzprodukte für einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont:

Von langfristigen Geldanlagen spricht man, wenn der Anlagehorizont mindestens 10 Jahre beträgt. Finanzprodukte, deren Renditen von den Entwicklungen der Kapitalmärkte abhängig sind, eignen sich besonders gut für die langfristige Anlage. Hier bieten sich die größten Chancen auf eine beträchtliche Rendite. Aus kurzfristiger Sicht besteht jedoch auch ein höheres Verlustrisiko. Besonders gut eignen sich Fonds für die langfristige Geldanlage. Dabei handelt es sich um Bündelungen von z.B.  Wertpapieren, wie Aktien oder Anleihen. Hierbei wird zwischen aktiv und passiv verwalteten Fonds unterschieden.

Aktiv verwaltete Fonds werden von Fondsmanagern verwaltet. Das bedeutet, dass der Fondsmanager darüber entscheidet, welche Wertpapiere zu welchem Zeitpunkt gekauft oder verkauft werden. Passiv verwaltete Fonds bilden die Zusammensetzung eines oder mehrerer Indizes nach. Zu den passiv verwalteten Fonds gehören ETFs (Exchange Traded Funds). ETFs bilden in der Regel die Performance eines Indexes nach wie z. B. den DAX oder den S&P 500. Weil die aktive Verwaltung eingespart wird, sind die Kosten oft deutlich geringer als bei aktiv verwalteten Fonds. Jährliche Kosten von 2 % sind für aktiv verwaltete Aktienfonds ganz normal, während die Kosten für ETFs oft bei ca. 0,2 % pro Jahr liegen.
 
Besonders komfortabel ist die Anlage in ETFs mithilfe einer digitalen Vermögensverwaltung wie VTB Invest. Ein Onlinefragebogen hilft dem Anleger dabei, ein geeignetes ETF-Portfolio basierend auf den persönlichen Präferenzen, der eigenen Risikobereitschaft sowie dem gewünschten Anlagehorizont zu wählen. Die digitale Vermögensverwaltung sorgt durch regelmäßiges „Rebalancing“ dafür, dass das Portfolio auch bei Marktschwankungen stets der vom Kunden gewählten Risikostrategie entspricht. Mehr zu VTB Invest finden Sie hier.

Die Frage nach der passenden Geldanlage hängt von vielen Faktoren ab. Dabei spielt der Anlagehorizont eine wichtige Rolle. Vor allem muss man sich im Klaren darüber sein, wie lange man auf das angelegte Geld verzichten kann. Je länger der Anlagehorizont, desto mehr Risiko kann man für die Aussicht auf eine höhere Rendite eingehen. Wer Zeit hat, kann Krisen aussitzen. Wer hingegen flexibel sein will oder sein Geld nur für eine kurze Zeit „parken“ möchte, sollte sein Geld eher sicher, dafür aber mit geringeren Renditechancen anlegen.