Deshalb ist passives Buy-and-Hold-Anlegen am sinnvollsten

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Deshalb ist passives Buy-and-Hold-Anlegen am sinnvollsten

ETFs kaufen und langfristig behalten - wie Buy-and-Hold funktioniert steckt im Prinzip schon im Namen der Anlagestrategie. Geduld und Konsequenz ist das A und O der erfolgreichen Geldanlage.

Bevor wir die Bedeutung des Buy-and-Hold-Ansatzes darlegen, gehen wir zunächst auf die Idee dahinter ein. Die Grundidee lässt sich am besten mit einer Abgrenzung von sogenannten Market-Timing und Stock-Picking-Strategien erklären. 
Während Market-Timing-Strategen versuchen den Markt durch die Auswahl des „optimalen“ Einstiegszeitpunkts zu übertreffen, fokussieren sich Anleger beim Stock-Picking auf die Suche nach Aktien, die eine Überrendite gegenüber dem Markt versprechen. Anstatt also beispielsweise auf einen Dax- oder Welt-ETF zu setzen, investieren diese Anleger lieber in einzelne Unternehmen im Index. Doch wichtig ist: Auch wenn ein Buy-and-Hold-Ansatz manchmal etwas langweilig klingt, ist dieser gerade für langfristig orientierte Anleger, die ihren Vermögensaufbau auf Auto-Pilot stellen wollen, eine sehr vielversprechende Anlagestrategie. Dies gilt gerade, wenn ein digitaler Vermögensverwalter wie VTB Invest beauftragt wird.

Anlegerlegenden setzen auf Buy-and-Hold-Strategien


Ihren Ursprung findet diese Anlagestrategie in den Arbeiten des Wirtschaftswissenschaftlers Benjamin Graham. In seinem Buch „The Intelligent Investor“ – legt er dar, dass zu viel Handeln und ein Einstieg zum falschen Zeitpunkt den Anlageerfolg nachhaltig beeinträchtigen. Das hat auch die Investorenlegende André Kostolany erkannt. Sein Spruch „Hin und Her macht Taschen leer“ wird heute noch in Fachkreisen verwendet, um die Nachteile vom aktiven Trading klarzustellen. 
Allzu reges Handeln führt nicht nur zu hohen Kosten, sondern kann auch dazu führen, einen guten Einstiegszeitpunkt zu verpassen. Beispielsweise hätten Anleger zu Beginn der Corona-Krise Gefahr laufen können, am Tiefpunkt resigniert zu verkaufen, ohne die im Anschluss eingetretene rasante Aufholjagd mitgemacht zu haben. Buy-and-Hold-Anleger konnten dagegen schon wenige Monate später sehen, wie sich ihr Vermögen Schritt für Schritt neuen Höchstständen näherte.
Auch der Großinvestor Warren Buffett (Berkshire Hathaway) agiert nach dieser Prämisse. Alle drei investieren seinerzeit in Einzelwerte, von denen sie ausgehen, dass sie am Markt unterbewertet sind. Aus dem Grund werden sie auch als Value-Investoren bezeichnet. Auf die Frage hin, wie lange man Aktien denn am besten halten sollte, antwortete Buffett einst: „Am besten für immer“. 

Buy and Hold – und zwar passiv


ETF-Vorreiter John Bogle erweiterte die Anwendung der Anlagestrategie erstmals auf Indexfonds. Bogle gründete Vanguard, einen der größten Anbieter von Indexfonds der Welt. Anleger sollten seiner Meinung nach nicht in Einzelwerte investieren, sondern im Idealfall dem Gesamtmarkt folgen und breit streuen. Langfristig gleichen sich die Renditen an den Aktienmärkten nämlich an die volkswirtschaftliche Entwicklung an. Aus diesem Grund fehle es an rationalen Gründen in Einzelwerte zu investieren und den „optimalen“ Einstiegszeitpunkt abzuwarten. Anleger sollten passiv investieren. Dieser Ansatz helfe dabei, die Kosten zu minimieren und langfristig die Marktrendite zu erzielen. Die Strategie fand schnell Anklang und ist Grund für das globale Wachstum an ETFs. Genau jene Produktgattung kommt im Weltportfolio von VTB Invest zum Einsatz. Der Vorteil: Breite Streuung bei schmalen Kosten.

Studien untermauern Buy-and-Hold


Zahlreiche Studien belegen die Vorteile von passiven Anlagestrategien. Aktiven Fondsmanager gelingt es immer seltener den Markt langfristig zu schlagen. Die hohen Kosten, die für das aktive Management in Rechnung gestellt werden, bringen demnach keinen Mehrwert.

Deshalb lohnt sich Buy-and-Hold


Auch wenn man am besten weltweit anlegen sollte, nehmen wir als Beispiel den allseits bekannten DAX, um die Vorteile des Buy-and-Hold-Ansatzes zu verdeutlichen. Das DAX-Renditedreieck, das vom Deutschen Aktieninstitut (DAI) veröffentlicht wird, zeigt die jährliche Durchschnittsrendite, die Anleger vom jeweiligen Jahr des Einstiegs bis zum Verkauf erreicht hätten. In den vergangenen 50 Jahren erzielte der DAX eine durchschnittliche Rendite von 7,3 Prozent.
Spannend hierbei ist die Rendite in Abhängigkeit des Anlagezeitraums. Am häufigsten erlitten Anleger dann Verluste, wenn sie ihre Investments bereits nach einem Jahr verkauft haben. Je länger der Zeitraum, desto weniger Verluste gab es. Von den 50 möglichen Ein-Jahres-Perioden brachten 13 (26%) einen Verlust für Anleger. Bei einer Anlagedauer von mindestens zehn Jahren finden sich lediglich zwei (4,9%) Perioden im Minus. Spätestens nach 13 Jahren Anlagedauer waren alle Anleger in der Gewinnzone, selbst wenn sie zum schlechtesten Zeitpunkt eingestiegen waren.

Diese Statistiken zeigen klar, dass eine langfristige Haltedauer von zehn Jahren und länger ideal ist. Je länger Anleger investiert bleiben, desto geringer ist das Risiko, dass sie Verluste erzielen. Diese Erkenntnis lässt sich problemlos auf den weltweiten Aktienmarkt übertragen, wo die Statistiken ähnlich aussehen.

50 Jahre Aktien Rendite
Quelle: https://www.dai.de/fileadmin/user_upload/201231_DAX-Rendite-Dreieck_50_Jahre_Web.pdf

 

Depot-Pflege ist dennoch geboten (…außer man wählt VTB Invest)


Nur Zuschauen und Zurücklehnen ist allerdings auch nicht zu empfehlen. Denn so würden sich über die Jahre die gewünschten Gewichtungen im Depot ordentlich verändern. Ist etwa der Aktienanteil stärker gewachsen als der Anleiheanteil, so wäre das Depot nach ein paar Jahren deutlich riskanter, da Aktien dann einen größeren Anteil ausmachen würden. Hierzu bedarf es einer regelmäßigen Anpassung, dem sogenannten Rebalancing. Kunden eines digitalen Vermögensverwalters wie VTB Invest sind hier fein raus. Denn diese Anpassungen übernimmt – ohne Aufpreis – der Anbieter für seine Kunden.