VTBE meldet erfolgreiche Trennung der IT-Systeme von Moskau

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VTBE meldet erfolgreiche Trennung der IT-Systeme von Moskau

Die VTB Bank (Europe) SE (VTBE) mit Sitz in Frankfurt konnte innerhalb von nur wenigen Monaten bisher in Moskau erbrachte umfangreiche IT-Dienstleistungen jetzt vollständig selbst übernehmen oder an neue Dienstleister übertragen. Damit ist der weitere geordnete Betrieb der mit einer deutschen Lizenz ausgestatteten Bank sichergestellt, die sich als Folge der gegen die russische Muttergesellschaft verhängten Sanktionen derzeit faktisch in einem Abwicklungsmodus befindet und kein Neugeschäft machen darf.

„Wir waren unmittelbar nach Beginn des Krieges in der Ukraine mit unvorhersehbaren Herausforderungen konfrontiert, die die Bank hätten kollabieren lassen können,“ erinnert sich Hans-Georg Herrmann, als COO bei der VTBE verantwortlich für die IT, an diese kritische Phase im Frühjahr. „So gab es zahlreiche spontane und teilweise fristlose Kündigungen von IT-Systemen und von Dienstleistern, die uns zuvor unterstützt hatten. Darüber hinaus haben wir wegen der Sanktionen Mitarbeiter in Schlüsselpositionen praktisch von heute auf morgen verloren.“  

Die weit verbreitete Unsicherheit bei Dienstleistern und anderen Geschäftspartnern, die in dieser Zeit nicht einschätzen konnten, ob sie möglicherweise gegen verhängte Sanktionen verstoßen, wenn sie weiter Geschäfte mit der VTBE tätigen oder Dienstleistungen für die VTBE erbringen, hat sich mittlerweile weitgehend gelegt. Dabei geholfen haben Verlautbarungen von deutscher Finanzaufsicht und Deutscher Bundesbank, die Geschäfte mit der VTBE in Deutschland grundsätzlich erlaubten.

„Wir verfügen jetzt über eine völlig unabhängige IT mit einem IT-Management in Frankfurt,“ sagt COO Herrmann. Gekündigte Datenleitungen und der Support für Hardware wurden ersetzt, das Hosting und der Support von mehr als 30 Applikationen wird von eigenen Leuten in Frankfurt geleistet, ebenso wurden die zuvor nach Moskau outgesourcte IT-Infrastruktur sowie der IT Security Support durch das Team in Frankfurt übernommen, unterstützt von einem neuen lokalen Dienstleister. Zudem musste kurzfristig ein neuer Anbieter für ein Rechenzentrum gefunden werden. “Der Wechsel eines solchen Anbieters ist unter normalen Umständen ein Projekt mit einer Dauer von einem Jahr,“ sagt Herrmann, „wir haben den Umzug in nur drei Wochen hinbekommen.“

„Die IT ist das Herzstück jeder Bank, die operative Handlungsfähigkeit sicherstellt,“ sagt Frank Hellwig, der bei der VTBE eingesetzte Sonderbeauftragte der Bundesaufsichtsbehörde für Finanzdienstleistungen, „ich bin sehr froh, dass wir diese kritische Phase durch das großartige Engagement unseres IT-Teams hinter uns lassen konnten. Jetzt können wir uns mit aller Kraft den nächsten Aufgaben widmen.“