Coronavirus: Unser Kommentar zur Marktsituation

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Coronavirus: Unser Kommentar zur Marktsituation

Das Coronavirus breitet sich immer weiter aus und belastet die Gesundheitssysteme weltweit. Längst spiegeln sich die Auswirkungen der Pandemie auch in der Wirtschaft und den weltweiten Finanzmärkten wider. Dies sorgt für Verunsicherung unter den Anlegern. Im folgenden Beitrag vermitteln wir unsere Einschätzung zur aktuellen Situation – und beantworten die häufigsten Fragen, die uns in den vergangenen Tagen erreicht haben.

Hinweis: Dies ist unsere Einschätzung der gegenwärtigen Situation und stellt keine Empfehlung für Ihre persönlichen Entscheidungen dar.

Die aktuelle Marktsituation

Nachdem sich die weltweiten Kapitalmärkte in den vergangenen zehn Jahren in einer lang anhaltenden Phase des Aufschwungs befunden haben, mussten sie jüngst, ausgelöst durch die Corona-Pandemie, eine starke Korrektur erfahren. Die Kursgewinne der vergangenen 10 Jahre sind bisher zwar nicht vollständig zurückgegangen. Bevor sich die Märkte wieder stabilisieren, könnte der aktuelle Trend jedoch weiterhin anhalten. 

In den letzten 10 Jahren wurden mit ETFs auf Indexebene Kursgewinne mit einer geringen Volatilität erreicht. Markante Korrekturen in 2011 und 2018 konnten innerhalb weniger Monate wieder ausgeglichen werden. Die Historie zeigt, dass die Häufigkeit der Korrekturen im Verhältnis zum Zeitverlauf gering war. Wenn Anleger es gewohnt sind, kontinuierlich steigende Werte zu beobachten, dann fallen Kursverluste zum Zeitpunkt des Eintritts besonders unangenehm auf. Deshalb ist ein langer Anlagehorizont besonders wichtig. Auch in Krisenzeiten ergeben sich neue Chancen, sobald die Talsohle durchschritten ist.

In Marktphasen, die von derartigen Kurseinbrüchen in kurzer Folge getroffen werden, heißt es: Ruhe bewahren. Typischerweise werden Kurseinbrüche durch sogenannte „Panikverkäufe“ oder automatisierte Verkäufe bei Erreichen von Verlustschwellen bei institutionellen Anlegern verstärkt. Das Problem an Panikverkäufen: Oftmals verpassen Anleger den Wiedereinstieg und somit den auf die Korrekturphase folgenden Aufschwung. Im Ergebnis werden Verluste verzeichnet, die durch Geduld und Ruhe vermeidbar gewesen wären. 

Das Muster von Korrekturphasen ist wiederkehrend. Verlauf und Faktoren, die diese Kursverluste auslösen, wie auch die allgemeinen Rahmenbedingungen sind hingegen stets unterschiedlich. Dennoch lassen sich Lehren aus vergangenen Vergleichssituationen ziehen. Erfahren Sie im folgenden Beitrag mehr darüber, wie sich unterschiedliche Krisen in der Vergangenheit auf verschiedene Risikoklassen ausgewirkt haben.

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Die VTB Invest Portfolios sind stark diversifiziert und entsprechen Ihrer persönlichen Risikoeinstufung. Wir investieren weltweit in eine Vielzahl von ETFs und verringern durch eine breite Streuung in Aktien und Anleihen das Risiko im Vergleich zu Investitionen in Einzeltitel. Auch kann Ihre persönliche Risikoeinstufung jederzeit nachträglich angepasst werden. Beachten Sie dabei jedoch, dass vor allem Portfolios, die einen höheren Aktienanteil enthalten, zwar stärker von den Kurseinbrüchen betroffen sind, langfristig jedoch ein höheres Wachstumspotential aufweisen.

Natürlich können auch wir nicht in die Zukunft schauen. Vieles hängt von verschiedenen Faktoren ab: z.B. von Konsumverhalten, Regierungsmaßnahmen und globalen Entwicklungen. Ein nächster Anhaltspunkt ist sicherlich das Berichtswesen der Unternehmen zum 1. Quartal 2020. 
 

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Unsere Antworten auf Ihre häufigsten Fragen

Grundregel:  Ruhe bewahren und der gewählten Strategie folgen

Die wichtigste Regel ist: Bei der Anlage in Aktien ist stets ein längerfristiger Zeithorizont essenziell. Daher sollte man sich, seinen Plan und sein Ziel nicht von kurzfristigen, unvorhersehbaren Ereignissen im Markt beeinflussen lassen. Bei Ihrer Anmeldung bei VTB Invest haben wir ein Risikoprofil erstellt. Dieses basiert unter anderem auf Ihrer Risikopräferenz sowie Ihrem Anlagehorizont. Da sich kurzfristige Entwicklungen nicht auf die eigene Risikopräferenz oder Anlagehorizont auswirken sollten, besteht für die meisten Anleger grundsätzlich kein Handlungsbedarf, außer Ruhe zu bewahren.
 

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Soll ich verkaufen?

Diese Entscheidung können wir Ihnen nicht abnehmen. Sie können aber jederzeit einen Teilbetrag oder den ganzen Betrag verkaufen und auszahlen lassen. Unsere Empfehlung ist, Ihrer Risikopräferenz und Ihrem Anlagehorizont treu zu bleiben. Nichtsdestotrotz verstehen wir, dass einige Kunden nach den jüngsten Entwicklungen vielleicht erkennen, dass Ihre Risikopräferenz niedriger ausfällt, als diese ursprünglich gedacht hatten. Sie können daher gerne jederzeit Ihr Portfolio ändern und zu einer Anlageform mit geringerem, historischem Risiko wechseln. Beachten Sie dabei jedoch, dass Portfolios mit einem höheren Aktienanteil zwar stärker von der derzeitigen Korrekturphase betroffen sich, dafür jedoch langfristig höheres Wachstumspotenzial aufweisen.

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Die Börsenkurse sind nun niedriger – soll ich kaufen und meinen Anlagebeitrag erhöhen?

Auch diese Entscheidung können wir Ihnen nicht abnehmen, insbesondere da bei größeren Zuzahlungen dem jeweiligen Zeitpunkt erhöhte Bedeutung zukommt. Sie können aber jederzeit einen zusätzlichen Betrag einzahlen. Wichtig ist zu beachten: „Market Timing“ ist schwierig – selbst die erfahrensten Investoren der Welt verbrennen sich hierbei die Finger.

Wir raten dazu eine monatliche Einzahlung zu machen oder Ihren monatlichen Sparplan weiterzuführen. Durch die regelmäßige Zuzahlung veranlagen Sie über die nächsten Monate sowohl zu höheren als auch zu tieferen Kursen und erzielen in Folge einen Durchschnittswert.

Lesen Sie dazu auch: Mit dem ETF-Sparplan durch turbulente Zeiten

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Sollte ich meinen monatlichen Sparbetrag reduzieren?

Bei unveränderter Risikopräferenz ist unsere Empfehlung, den eigenen Plan weiterhin umzusetzen. Wenn die Kurse an den Börsen weiter sinken, erfolgen neue Zukäufe mittels Sparplan zu diesen niedrigeren Kursen. Wenn die Kurse steigen, sind die Zukäufe teurer. Sie erreichen durch den monatlichen Sparbetrag eine zeitliche Streuung, die man auch als Cost-Average-Effekt bezeichnet.

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Wann wird gehandelt, wenn ich jetzt einzahle?

Typischerweise vergehen von Erhalt bis Durchführung Ihrer Order nicht mehr als 4 Tage. Wir geben unser Bestes, dass Ihre Einzahlungen unverzüglich investiert werden. Eine Garantie können wir nicht geben.

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Wenn ich kündige, wann erhalte ich meine Auszahlung?

Grundsätzlich wird eine Kündigung unverzüglich durchgeführt. Der Vorgang sollte innerhalb einer Woche abgeschlossen sein. Auch hier wir geben unser Bestes, dass die Auszahlung schnellmöglich durchgeführt wird. Eine Garantie können wir nicht geben.

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Werden die Portfolios von VTB Invest aktiv verwaltet?

Ja. VTB Invest ist eine aktive Vermögensverwaltung, die Portfolios mittels Index-Fonds (ETFs) umsetzt. Die Strategie, die wir verfolgen, ist allerdings eine Kombination aus „Buy & Hold“ sowie einem „Re-Balancing“. Das heißt, dass wir nicht aktiv versuchen, Fondsanteile zu kaufen und verkaufen, um dem Markt zu folgen oder situativ kurzfristig Ein- und Ausstiegspunkte im Markt wahrzunehmen. „Buy & Hold“ bedeutet vielmehr, dass wir diversifizierte Portfolios strategisch mit mehr oder weniger Risiko (Aktienanteil) entsprechend Ihrer Risikopräferenz bauen. Die Portfolios werden dann überarbeitet bzw. strukturell angepasst. Wir halten daher an dem strategischen Portfolioaufbau fest – auch in der Krise.

Bei einem „Re-Balancing“ erfolgt bei neuen Einzahlungen oder bei stärkeren Marktbewegungen eine Anpassung an die Zielportfolios, die Ihrer Auswahl und Risikoeinstufung zugrunde liegt.

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